Es ist sehr wichtig, zu verdeutlichen, was wir in einer Beziehung zu Partnern, Freunden und Kollegen bereit sind zu tolerieren und was nicht.

In zwischenmenschlichen Beziehungen ist niemand einem Anderen überlegen.

Aus diesem Grund dürfen wir keinen Anderen verletzen und es auch nicht gestatten, dass wir von einem Anderen verletzt werden.

Zu diesem Thema möchte ich Euch die Herangehensweise aus meinem Leben erzählen.

 

Jeder Mensch kennt es, verletzt zu werden

Ich habe in meinem Leben schon viele Menschen verletzt und ich selbst wurde auch schon häufig von anderen Menschen so getroffen, dass es mir weh getan hat. Ich denke, jeder Mensch auf dieser Welt kennt diese Gefühle.

An einem gewissen Punkt hatte ich jedoch keine Lust mehr mir ständig die Verletzungen der Anderen einzufangen und aus diesem Grund habe ich mich dann tiefer mit der Materie beschäftigt.

Es kam zum Vorschein, dass ich mich in bestimmten Situationen immer wieder selbst verletzt habe.

In einigen tiefgehenden Coachings habe ich die dahinterliegenden Thematik aufgearbeitet und ich konnte daraufhin erkennen, dass ich in meinem Leben nicht mehr so “ungerecht” behandelt wurde.

Ich lernte meine grundlegenden Bedürfnisse mit einer angebrachten Kommunikation zu äußern und durch dieses Studium meiner Persönlichkeit entwickelte ich daraus mein Ausbildungsmodul für die selbstbewusste Kommunikation “Kraft der Worte”.

Ich meisterte meine Kommunikation immer mehr und meine Beziehungen zu anderen Menschen wurde immer besser.

 

Wenn Grenzen nicht wahrgenommen werden

Trotz alldem gab es in meinem Leben immer wieder mal Situationen, in denen meine Grenzen, obwohl sie perfekt kommuniziert waren, von meinem Gegenüber nicht wahrgenommen wurden.

Anfangs machte mich dies wütend, dann traurig und im Laufe der Zeit entwickelte sich dadurch für mich eine ganz neue Handlungskompetenz.

Ich hatte unterschiedlichsten Menschen immer wieder meine Bedürfnisse geäußert.
zum Beispiel:

  • Gib mir bitte Zeit bis nach meinem Urlaub, darüber nachzudenken.
  • Das ist mir zu eng, können wir dies anders machen?
  • Es verletzt mich, wenn persönliche Situationen, die mich betreffen, mit beruflichen Dingen verglichen werden.
  • Stopp, hier wird gerade eine meiner Grenze überschritten.
  • Deine Aussage tut mir weh.

Trotz dieser klaren Grenzen ist mein Gegenüber nicht auf diese eingegangen. Wie ich irgendwann mal feststellen konnte, war es häufig der Fall, dass mein Gegenüber durch meine Abgrenzung selbst mit seinen eigenen Mustern und Programmen in Konflikt kam.

So war er mit seinen eigenen Verletzungen beschäftigt und konnte meine Bedürfnisse, egal, wie ich sie geäußert hatte, nicht mehr hören.

Das Dilemma war perfekt, denn in den meisten dieser Fälle wurde ich zusätzlich zu meinem eigenen Unwohlsein noch mit Vorwürfen oder Rechtfertigungen meines Gegenübers überschüttet.

 

Dein Inneres Kind meldet sich

Es ging nun nicht mehr um mich und meine Grenzen, sondern um den Anderen und sein Leid. Anfangs machte mich dies sehr wütend oder traurig und irgendwann fiel ich dann trotz meiner ganzen Bemühungen auch wieder in mein Kinder-ICH zurück.

Die unerlösten Themen meines inneren Kindes bearbeitete ich dann wieder mit tiefgehender, systemischer Aufstellungsarbeit, bis ich spürte, dass der Schmerz nachließ.

Heute bin ich in der Lage, in der Situation, in der ich verletzt werde, Stopp zu sagen.

Manchmal leise, manchmal etwas lauter, es ist aber immer ein klarer Hinweis. Dann äußere ich mein Gefühl, wie: “Das macht mich traurig.” oder “Die Situation verletzt mich.

Wenn ich dann von dem Anderen Vorwürfe oder Rechtfertigungen erhalte, überspiele ich die Situation kurz, ich mache das Ganze nicht zum Thema, sondern schleiche mich langsam aber sicher aus der Affäre und ziehe mich zurück.

 

Gib deinem Gegenüber Zeit sein Verhalten zu reflektieren

So habe ich die Möglichkeit für mich alleine zur Ruhe zu kommen, ich brauche mich von den Vorwürfen und Rechtfertigungen des Anderen nicht noch zusätzlich verletzten zu lassen und mein Gegenüber hat die Möglichkeit sein eigenes Verhalten zu reflektieren.

Wenn er dies tut, fällt ihm meist seine Grenzüberschreitung auf und wir haben dann die Möglichkeit, auch weiterhin eine Freundschaft auf Augenhöhe zu führen.

Wenn es ihm nicht auffällt, dass er meine Grenze überschritten hat und der Mensch mir wichtig ist, gehe ich nochmals auf ihn zu, um ihm die Situation aus meiner Sicht aufzuzeigen und meist löst dies dann die Themen auf und Fehlverhalten können entschuldigt werden.

Sollte mein Gegenüber trotzdem weiter stur an seiner Meinung festhalten lasse ich los und wünsche ihm alles Liebe, viel Freude, Erfolg und Gesundheit für sein weiteres Leben, denn unsere Wege trennen sich hier.

Manchmal gibt es zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Möglichkeit sich wieder auf Augenhöhe zu begegnen. Ist dies der Fall, dann freue ich mich.

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