Gier, Eifersucht, Neid sind Gefühle, die jeder schon einmal kennengelernt hat. Diese Gefühle entstehen, wenn Konkurrenz ins Spiel kommt. In einem sozialen Umfeld sind sie normal, denn es gibt immer wieder Menschen, zu denen wir uns stärker hingezogen fühlen als zu Anderen und aus diesem Grund wünschen wir uns auch ihr Interesse. Bekommen wird die Aufmerksamkeit der geliebten Person im gewünschten Maße erwidert, dann ist alles gut. Erhalten wir weniger Anerkennung, als wir wünschen, entsteht Mangel und das Gefühl zu kurz zu kommen.

Gedanken wie: „Ich muss besser sein, als der Andere.“ „Ich muss aufpassen, damit ich nicht verliere.“ „Ich habe Angst nicht so gesehen zu werden, wie ich bin.“ „Ich bekomme immer zu wenig.“ „Ich will alles haben, damit ich nie mehr Mangel leiden muss.“

Was löst diese Gefühle in uns Menschen aus?  Die Gefühle wie Gier, Eifersucht und Neid sind nicht ausschließlich menschliche Gefühle, auch in der Tierwelt kann man sie beobachten. Eines der tierischen sowie menschlichen Grundbedürfnisse ist: Die Zugehörigkeit. Wir wollen zu unserer Familie, Gruppe, Sippe, Rudel oder Clique dazugehören. Denn nur wer dazugehört ist wichtig, wird anerkannt und akzeptiert.

Allein durch unsere Geburt gehören wir alle dazu!

Keiner ist alleine! Kein Mensch, kein Tier! Jeder hat automatisch einen Platz in seiner Familie/Sippe. Wenn jeder seinen Platz, den er per Geburt erhält, annehmen und sich darüber freuen würde, dann wäre alles bestens!

Leider sind 95% der Menschen mit ihrem Platz nicht von Anfang an einverstanden. Sie vergleichen sich und nehmen sich dadurch die Kraft, so haben sie das Gefühl schlechter zu sein. Es entstehen die Gefühle von Eifersucht und Neid, denn sie liefern sich ständig einen Machtkampf, wer besser und wer schlechter ist. Wer Recht hat und wer im Unrecht ist.

Systemisch gesehen, ist jede Position in der Familie gleich wertvoll. Der oder die Erstgeborene hat den gleichen Wert wie ein Mittelkind oder ein Nesthäkchen. Unsere Gesellschaft hat dieses Wertesystem aufgrund der Erfahrungen und Egozentrik unserer Ahnen durcheinander gebracht. Rassistische, geschlechtliche und rangfolgliche Unterschiede sind in verschiedenen Familien auch heute immer noch wichtig und aktiv, z. B in Königsfamilien.

Nicht selten stehen gerade in diesen Familien Gefühle wie Eifersucht, Macht und Neid auf der Tagesordnung. Dass auch hier im Moment Einiges im Umbruch ist, konnten wir jüngst an der Hochzeit zwischen Prinz Harry und Meghan sehen.

Wer den Platz in seiner Familien annimmt, der im mit seiner Geburt zugeteilt wurde, und ihn dankbar schätzt, weiß wie wertvoll er für sich selbst und Andere ist. Er braucht nicht um Anerkennung zu kämpfen. Er nimmt gerne das an, was er vom Leben bekommt und ist zufrieden.

In diesem Frieden kann er auch jedem Anderen seinen Erfolg und sein Glück gönnen, denn ihm fehlt nichts, er befindet sich nicht mehr im Mangel, er hat sich mit seinem eigenen Platz ausgesöhnt.

Wenn immer wieder Gefühle von Neid, Eifersucht oder Gier in Dir aufkommen, verurteile Dich nicht  und bring Dich auch nicht in eine Opferrolle, denn beide Varianten machen Dich handlungsunfähig. Nimm diese Gefühle dankbar an und nutze die Chance sie aufzulösen. Denn nur so kannst Du langfristig ein friedliches, gesundes und glückliches Leben führen.

Lass die alten Zöpfe los! Nimm Deinen Platz in Liebe an, der Dir in die Wiege gelegt wurde!

Wenn Du Dir Unterstützung wünscht empfehle ich Dir vom 17. – 21.09.18 unser Seminar „Inneres Kind“. Hier bringen wir gemeinsam die Anteile, die in Deinem Unterbewusstsein noch im Ungleichgewicht sind in Harmonie.